Mein Geheimnis

Ich werde ständig gefragt, woher eigentlich mein unglaubliches Gespür für Mode kommt. Nun ich muss gestehen, dass ich als Russe natürlich überhaupt keinen Geschmack habe. Da ich mir aber dessen (geiler Genitiv) bewusst bin, greife ich grundsätzlich auf Tips von LaLiLa zurück. Ich würde hier jetzt ein Foto von mir im Nike Cropped Tee anhängen, aber mein Blitz ist ausgefallen und im Uboot ist es immer so dunkel.

Also wartet gefälligst bis ich auftauche.

Zwangsminenarbeit für alle!

Minenarbeit die macht Spaß,
graben tief im Erdenreich,
will nicht steh’n im grünen Gras,
bin statt braun auch lieber bleich.

Darum wühle ich im Dreck,
geh ganz tief hinunter
und krieg‘ ich vom Schmutz ’nen Fleck,
wird es gleich viel bunter.

Dimitri

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Submariner Humor

Ein alter Scherz aus Zeiten des Kalten Krieges: Unsere Hauptbeschäftigung galt dem Aufspüren und Überwachen amerikanischer Schiffe und U-Boote. Wir spionierten sie aus und sie uns. Da niemand einen Krieg vom Zaun brechen wollte (oder durfte), beschränkten wir uns auf den Austausch von Worten und ließen die Torpedos im Rohr. Im Grunde eine etwas teurere Form des Spiels „Schiffe versenken“. Gewonnen hatte derjenige, dessen Botschaft zuerst eintraf. Sie werden sich nun sicherlich fragen wie. Die SMS war ja noch gar nicht erfunden zu der Zeit. Also, während die Amerikaner auf das bewährte Mittel des Funkspruchs zurückgriffen, der dann oft aus wenigen, äußerst schlecht gesprochenen Worten Russisch mit anschließendem breiten amerikanischen Gelächter bestand machten wir uns einen Spaß daraus ihnen in Russisch Brot gelegte Textbotschaften (in perfektem Englisch) zukommen zu lassen. Der Weg per Post dauerte natürlich erheblich länger als ein Funkspruch und traf auch manchmal zu spät ein, doch demonstrierte er Überlegenheit – denn sie hätten sonst oft nicht mal gemerkt, dass wir in ihrer Nähe gewesen waren – und war meines Erachtens weitaus origineller.

Russisch Brot

Leute die diesen Beitrag nicht gelesen haben, haben auch diesen nicht geblickt.

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Mit Lackleder zur Arbeit

Mein Kumpel Sergejev musste letztens direkt von einem seiner Konzerte zur Arbeit in die Mine. Er hatte nicht mal Zeit seine Lacklederhosen, Plattoschuhe und Lacklederweste auszuziehen. In der Karamellmine stellte er aber fest, dass  Karamell an Lackleder besonders schlecht haftet. Die Gewerkschaft fordert nun Lackleder für alle Minenarbeiter.

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Streik der Minenarbeiter überfällig!!!

Es ist meine Pflicht als russischer Staatsbürger auf die schlechten Arbeitsbedingungen in den Karamellminen von Kasachstan hinzuweisen. Der Abbau von Karamell ist weit gefährlicher als der Abbau von Plutonium, läuft man doch stets in den Minenschächten kleben zu bleiben und langsam im Karamell zu versinken. Während man Plutoniumblöcke bequem in der Hand transportieren kann, werden Karamellstücke in der Hand warm und zerfließen. Abends sind die Klamotten so eingesaut, dass man sich neue kaufen muss. Besonders schlimm ist der Job für die Zähne.

Dimitri

P.S. 33 Grad heute hier, ich bleibe besser im Uboot.

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