Séance mit Irina

Nach einer verlorenen Wette haben Irina und ich zusammen eine Séance abgehalten, unser Smutje Hörbi gibt ein wunderbares Medium ab, wenn er einen kräftigen Schluck Russian Standard intus hat – das Beste ist aber, dass er sich danach an nichts erinnern kann.

Nun, wir saßen eine Weile gemütlich im Pentagramm aus schwarzen Kerzen herum, als Herbie plötzlich in die Person einer toten Wahrsagerin versetzt wurde, was wir an den rumänischen Flüchen erkannten, die er bei der Suche nach den Tarot-Karten ausstieß, die im Besteckkasten unter den Löffeln lagen.

Die Karten zeigten – wie mit Herby abgesprochen – relativ schnell, dass Irina und ich heiraten und schon bald nach der Heirat ein süßes Kind bekommen würden. Sofort waren Irina und ich in einen unserer üblichen Streits verstrickt, wie wir das Kind nennen sollten. Schließlich einigten wir uns auf einen Doppelvornamen, vor allem aus dem Grunde, dass das Kind dann später selbst entscheiden konnte, ob es mit dem einen oder anderen Vornamen gerufen werden wollte. Ich freue mich schon auf Dich: Pullerinchen Strullerinchen Fukov.

Dimitri

Neuer Filmklassiker

Auf 1200ft Tiefe festgemacht und britisches Unterseekabel angezapft. Das mache ich häufig, wenn Irina mal wieder an Land oder auf Migräne ist und mir der Sinn (?) nach einem schönen Klassiker des Erotik-Filmgenre steht. Heute war’s ein Film in Starbesetzung, mit Amanda Holden in der Hauptrolle. Wie ungewöhnlich…

Der Plot eines solchen Films ist ja eigentlich immer der selbe und schnell erzählt:

„Eine junge hübsche Blondine sitzt gelangweilt auf einer Party inmitten versnobter Bengel… Dann betritt ein Mann der Arbeiterklasse den Raum. Er ist fett, verschwitzt, häßlich und unansehnlich. Mal ist er ist Klempner und soll ein Rohr verlegen, mal ist er aber nur Gebrauchttelefonverkäufer. Die Snobs sehen ihn und belächeln seine Erscheinung.“

„Dann aber packt er sein riesiges Organ aus. Die Blondine erblickt es, ihre Augen werden ganz groß und – zum Entsetzen der Snobs – sie läßt ihn ran. Der Prolet beginnt die Schöne immer stärker zu penetrieren. Diese ist überrascht, ob des Geschicks, welches er dabei an den Tag legt. Ihre Erregung steigert sich immer mehr – Schweißperlen glänzen auf ihrer Stirn – wird zum Orkan – sie bebt. Dann bricht es über sie herein – Tsunami der Lust… Sie wirft ihr Haar zurück, wischt die Tränen des Glücks aus ihren Augen… Ihr MakeUp ist verschmiert…“

„Der Prolet hat seine Aufgabe erfüllt, er packt sein Organ wieder ein und geht. Zurück bleibt eine zerzauste Blondine – erschöpft, doch überglücklich – und ein paar Möchtegern-Snobs, die verschämt ihr eigenes Gemächt betrachten und schmerzvoll erkennen müssen, dass sie wohl nie so ein Riesenorgan bekommen werden.“

Jener Erotikstreifen überzeugt vor allem durch die Authentizität, mit der wundervollen Amanda Holden – die in diesem Film übrigens ihr Hardcore-Debut gibt – ihre Protagonistin mit Leben füllt.

Nicht zu vergessen sind auch Kameraführung und Bildschnitt. Hier wird nicht wie so oft verwackelt. Die Kamera bleibt drauf, vor allem bei der – für Filme dieses Genres so wichtigen Orgasmus-Szene. Hier wurde nicht getrickst… Jedermann kann erkennen, DER IST ECHT!!!

So wahr ich Dimitri Fukov bin. An diesem Unterseekabel werde ich bestimmt wieder mal Station machen.

Noch mehr geiler Sex hier.

Aua mein Kopf

Eine Wasserbombe hat mich niedergestreckt,
lecker war’s – ich aß sie ganz allein,
fast wäre ich daran verreckt,
doch vorher genoss ich ganz das Sein.

Mir war als ob ein Engel neben mir stünde,
sanft tat ich an ihrer Schulter ruhn,
jawohl, der Alkohol ist eine Sünde,
ich würd es wieder tun.

D.

Liebesgrüße an Irina

Gut dass wir wieder auf hoher See sind. Auf dem Uboot gibt es alle handvoll zu tun und ich kommuniziere mit der Maschinistin nur noch über folgendes Gerät:

Hallo Irina?

Da gibt es keine versteckten Andeutungen oder Missverständnisse. Eigentlich sollte man mit Frauen nur so reden.

D.

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Frisch und heiß vom Reaktor

Hab versucht Schollis Flammkuchen nachzubacken. Alter, versuch mal als Russe nachts auf den Bahamas 500g Mehl vom Typ 1050 zu kriegen – fast unmöglich …. wenn ich nicht rechtzeitig festgestellt hätte, dass man mit Typ 1050 hervorragend Kokain strecken kann, das hier leicht zu kriegen ist. Die Rückfilterung des Mehls ist mir bestimmt zu 90% gelungen.

Ansonsten habe ich gemerkt, dass sich der Reaktor außen nur auf ca. 250 Grad erhitzt, weswegen der Flammkuchen eher 10-15 Minuten brauchte – vielleicht geht es besser, wenn ich die Sicherheitsverkleidung nächste Mal abnehme. Der Flammkuchen sah auch sehr lecker aus.

Flamecake

Beim Backen hatte ich Musik von den Decemberists gehört und an Irina gedacht: Alles versalzen.


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Aufbau eines typischen Uboots

Letzte Nacht hat mich ein Säbelzahntiger im Traum gefragt – es war eigentlich eher ein Brüllen – wie mein Uboot aufgebaut ist. „Nun“, sagte ich, „im Grunde genommen sind alle russischen Uboote ganz ähnlich strukturiert. Mein Uboot gehört zur Oskar XXXXII-Klasse, atom-getrieben und mit 13 Marschflugkörpern bestückt. Die Station für das Abschießen der Marschflugkörper liegt im Keller zwischen den Toiletten und der Bar. Die Bar ist gut bestückt mit diversen russischen Wodka-Sorten sowie anderen Ost-Europäischen Getränken (Becherovka etc.). Von der Bar kann man direkt in den Probenraum gehen, wo ich schon manch gute Jamsession mit Freunden hingelegt habe. Viele Instrumente sind noch aus der Zeit, als Elvis nach seinem fingiertem Tod bei uns an Bord war. Im Erdgeschoss ist da noch die Bibliothek und das Videozimmer. Meine DVD-Sammlung enthält die wichtigsten Serien wie Buffy, Flying Circus, Gilmore Girls etc. und große Filme wie Brazil, American Beauty, Babette’s Feast usw.“

Dann bin ich plötzlich aufgewacht, weil Irina zum Essen rief.

D.

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Weiterfahren?

Auf den Bahamas ist es heiß,
von morgens früh bis Acht,
mein T-Shirt ist getränkt von Schweiß,
ich würd gern kalt gemacht.

Vielleicht sollt ich das Uboot steuern,
an einen andern Ort,
Irina will nach Süden fahren,
aber mein Kompass zeigt nach Nord!

Was denkt Ihr? Welches Ziel lohnt heutzutage noch?

dimitri

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