Submariner Humor

Ein alter Scherz aus Zeiten des Kalten Krieges: Unsere Hauptbeschäftigung galt dem Aufspüren und Überwachen amerikanischer Schiffe und U-Boote. Wir spionierten sie aus und sie uns. Da niemand einen Krieg vom Zaun brechen wollte (oder durfte), beschränkten wir uns auf den Austausch von Worten und ließen die Torpedos im Rohr. Im Grunde eine etwas teurere Form des Spiels „Schiffe versenken“. Gewonnen hatte derjenige, dessen Botschaft zuerst eintraf. Sie werden sich nun sicherlich fragen wie. Die SMS war ja noch gar nicht erfunden zu der Zeit. Also, während die Amerikaner auf das bewährte Mittel des Funkspruchs zurückgriffen, der dann oft aus wenigen, äußerst schlecht gesprochenen Worten Russisch mit anschließendem breiten amerikanischen Gelächter bestand machten wir uns einen Spaß daraus ihnen in Russisch Brot gelegte Textbotschaften (in perfektem Englisch) zukommen zu lassen. Der Weg per Post dauerte natürlich erheblich länger als ein Funkspruch und traf auch manchmal zu spät ein, doch demonstrierte er Überlegenheit – denn sie hätten sonst oft nicht mal gemerkt, dass wir in ihrer Nähe gewesen waren – und war meines Erachtens weitaus origineller.

Russisch Brot

Leute die diesen Beitrag nicht gelesen haben, haben auch diesen nicht geblickt.

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Veröffentlicht in getaucht, gorn, Minen, Reaktor, Tiefe, Uboot. 2 Comments »

2 Antworten to “Submariner Humor”

  1. scholli2000 Says:

    Wieso gibt’s das noch nicht von Ravensburger?


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